Landschaftsfotografie

Nightscapes

Lesezeit ca. 1 Minute.

Eigentlich wollte ich letzten September an der Grenze zwischen Stadt und Natur fotografieren, und hatte dabei eine Serie in schwarz‐weiß mit harten Kontrasten, Unschärfen, und viel Rauschen im Sinn. Ich wollte das genaue Gegenteil von dem machen wie ich bisher fotografiert habe, und viel experimenteller werden. Raus aus der Komfortzone! Gegend und Uhrzeit waren fest in meinem Hirn verankert: Die blaue Stunde am frühen Morgen sollte es sein. Der Wille war da, aber irgendwie bin ich kein Frühaufsteher. Deshalb scheiterten mehrere Anläufe daran, das ich den Wecker überhören wollte. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke, und bin schließlich recht spontan am späten Nachmittag aufgebrochen, um in die blaue Stunde am Abend hinein zu fotografieren. Einfach mal gucken was geht. Hier ein paar der Ergebnisse:

Aus dem Ergebnis des Abends kann ich mehrere Serien legen und erhalte so Ansätze für weitere Bildstrecken. Aber: Ich tu mich mit dem späteren Anknüpfen weiterer Bilder meist schwer. Im Moment gehören die Fotos alle zusammen.  Sie bilden eine Serie über eine Wanderung entlang der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Das fand ich einen schönen Gedanken. Die Nacht hat für mich etwas mystisches, geheimnisvolles. Die Wahrnehmung verschwimmt, und es entsteht Raum für Fantasie.

Die Bilder bewegen sich irgendwo zwischen #Landschaftsfotografie, #Nachtaufnahmen, und #Streetfotografie. In dem Zusammenhang ist mir neulich der Begriff “Human Landscapes” begegnet, den ich sehr schön finde. Ich bleibe aber erstmal bei meinem ersten Gedanken #Nightscapes, bis mir was besseres einfällt

Einige der Bilder passen vielleicht prima in mein Buchprojekt Gezeitenströme. Mal sehen wie die Geschichte weiter geht.

Seeleninsel

Lesezeit ca. 1 Minute.

Es ist Zeit mal etwas über einen Ort zu schreiben, den ich erst im vergangen Jahr kennen lernen durfte, und zu dem ich seit dem immer wieder zurück kehre. Es ist ein ganz besonderer Ort, und nennt sich Spiekeroog. Dieser Ort ist sowas wie meine Seeleninsel geworden. Wenn man ihn im November besucht wenn der Sommertrubel vorbei ist,  findet man dort eine Leere und Weite die einfach befreiend ist.

Um diese Jahreszeit sind auch tagsüber nur wenige Menschen unterwegs. Besonders magische Augenblicke erlebe ich immer wieder dann, wenn auch der letzte Mensch gegangen ist und ich ganz alleine den weiten Strand entlang spaziere bis die Sonne unter gegangen ist. Man verliert sich und die Zeit, lässt die Sinne schweifen und die Gedanken und spürt wie sich das Licht und die gesamte Stimmung mit jedem Schritt verändern. In diesen Momenten bin ich in einer anderen, fernen Welt. Ja, ich weiß — das ist jetzt voll kitschig. Deshalb gleich noch ein paar Fotos hinterher:

Das geile an dieser Insel ist das du dort viel mehr siehst, und spürst obwohl — oder grade weil — da ganz wenig ist. Um es mit den Worten von der Andrea zu sagen: “Mein Hügel im Nichts…dass Alles ist”…

Es gibt sicher noch viel mehr dieser magischen Orte, und ich freue mich noch ganz viele davon zu entdecken.