Carsten Nichte

Nightscapes

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Eigentlich wollte ich letzten September an der Grenze zwischen Stadt und Natur fotografieren, und hatte dabei eine Serie in schwarz-weiß mit harten Kontrasten, Unschärfen, und viel Rauschen im Sinn. Ich wollte das genaue Gegenteil von dem machen wie ich bisher fotografiert habe, und viel experimenteller werden. Raus aus der Komfortzone! Gegend und Uhrzeit waren fest in meinem Hirn verankert: Die blaue Stunde am frühen Morgen sollte es sein. Der Wille war da, aber irgendwie bin ich kein Frühaufsteher. Deshalb scheiterten mehrere Anläufe daran, das ich den Wecker überhören wollte. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke, und bin schließlich recht spontan am späten Nachmittag aufgebrochen, um in die blaue Stunde am Abend hinein zu fotografieren. Einfach mal gucken was geht. Hier ein paar der Ergebnisse:

Aus dem Ergebnis des Abends kann ich mehrere Serien legen und erhalte so Ansätze für weitere Bildstrecken. Aber: Ich tu mich mit dem späteren Anknüpfen weiterer Bilder meist schwer. Im Moment gehören die Fotos alle zusammen.  Sie bilden eine Serie über eine Wanderung entlang der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Das fand ich einen schönen Gedanken. Die Nacht hat für mich etwas mystisches, geheimnisvolles. Die Wahrnehmung verschwimmt, und es entsteht Raum für Fantasie.

Die Bilder bewegen sich irgendwo zwischen #Landschaftsfotografie, #Nachtaufnahmen, und #Streetfotografie. In dem Zusammenhang ist mir neulich der Begriff “Human Landscapes” begegnet, den ich sehr schön finde. Ich bleibe aber erstmal bei meinem ersten Gedanken #Nightscapes, bis mir was besseres einfällt

Einige der Bilder passen vielleicht prima in mein Buchprojekt Gezeitenströme. Mal sehen wie die Geschichte weiter geht.

Unterwegs mit Uli

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Uli hab ich schon ein paar mal vor der Kamera gehabt, und es macht jedes mal voll Spaß. Es geht eigentlich immer um ihr Trommelding. Uli baut Trommeln und gibt Kurse, wo man das auch selbst lernen kann. Ich hab ihr einfach mal dabei zugeschaut, und das sind ein paar der Bilder die dabei entstanden sind

Weiterführende Links

Proofing mit Affinity-Photo

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Da ich mich im Moment sehr mit Farbmanagement und Drucken beschäftige, möchte ich das kurz das Proofing in Affinity-Photo beleuchten, denn auch das kommt als eigene Einstellungsebene daher. Das finde ich gut, denn jetzt kann ich mir für jede  Drucker-Typ & -Einstellung & Papier-Kombination eine eigene Ebenengruppe anlegen, in der oben die Softproof-Einstellungsebene liegt und darunter die dazugehörigen Korrekturen. So kann ich verschiedene Proofs oberhalb des Fotos stapeln und bei Bedarf ein und ausschalten.

Soft Proofing

Das Proofing selber ist schnell erklärt: Zunächst ganz zu Oberst im Ebenen-Stapel eine Softproof Einstellungsebene anlegen, und im folgenden Dialog ein paar Einstellungen vornehmen:

  • Proofing-Profil: Das Profil des Druckers auswählen
  • Rendering intend — Umrechnungsmethode wählen
  • Schwarzpunktkompensation — Sorgt für Zeichnung in den Tiefen nach dem Mapping.
  • Gammut prüfen — Zeigt Farben die nicht auf dem Drucker dargestellt werden als graue Fläche an.

Beim Drucken von Fotos rechne ich relativ farbmetrisch um. Diese Methode achtet darauf  das die Farben die der Drucker darstellen kann unverändert bleiben, alle Farben die ausserhalb liegen werden an den Rand des Druckerfarbraums geschoben — was man als Clipping bezeichnet — und mit maximaler möglicher Sättigung dargestellt. Dadurch geht im schlimmsten Fall Zeichnung verloren. Diese Clipping Bereiche im Bild kann man sich mit der Option “Gammut prüfen” anzeigen lassen, und durch geeignete Einstellungsebenen (siehe unten) so anpassen, das alle Farben im Zielfarbraum zu liegen kommen und somit gedruckt werden.

Korrekturen

Ein Klick auf das jeweilige Einstellungsebenen-Objekt in der Ebenenpalette öffnet den Dialog für die Einstellungen. Meist verwende ich verschiedene  HSL-Einstellungsebenen (zB. für jede Farbe eine) für die nötigen Farbanpassungen, die ich nach Bedarf noch maskiere. Für ein eleganteres Proofing hätte ich gerne einen Color-Picker in den Dialogen, mit dem ich nicht nur eine Farbe auswählen kann sondern mit dem ich weitere Farbtöne hinzunehmen kann — so wie in Photoshop halt Da die Mädels und Jungs von Serif sehr fleissig sind, ist es nur eine Frage der Zeit bis dieses Feature auch Einzug halten wird.

Eine andere Alternative ist eine Maske aus der Farbe anzulegen. Das geht zum Beispiel so…

  • im Menü: auswählen -> ausgewählte Farbe markieren.
  • Farbe markieren und Toleranz einstellen
  • danach die Maske bei Bedarf noch verfeinern…

Die folgende Bildstrecke zeigt dir das Clipping beim ausgewählten ICC Profil, die darauf folgenden Anpassungen, und wie es sich nach erfolgreichem Proofen darstellt:

Mal sehen vielleicht mache ich dazu noch ein anschauliches Video.

ICC-Profile

Die ICC-Profile holt man sich beim Druckdienstleister. Sie definieren den Farbraum der Druckmaschine in Verbindung mit dem gewünschten Papier.

Wenn du zu Hause druckst hast du in der Regel nur die vom Druckerhersteller mitgelieferten generischen Profile für verschiedene Standard-Papiersorten. Generischen Profile haben den Nachteil das sie quasi für alle Regionen dieser Welt ausgelegt sind in die der Drucker verkauft wird. Sie sind so ausgelegt das immer und überall auf jeden Fall ein schön gesättigtes Druckbild entsteht. Das geht zu Lasten der Bildqualität und des Tintenverbrauchs.

Papierhersteller bieten in der Regel generische Druckerprofile für die gängigsten Drucker für ihre Papiersorten an. Das ist zumindest besser als die Standarpofile des Druckerherstellers zu verwenden.  Um das Optimum aus deinem Drucker heraus zu holen solltest Du ihn selber profilieren. Dazu gibts vielleicht später mal einen weiteren Artikel.

Weitere Artikel

 

elements

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In diesem Auftrag hab ich mich mit den Elementen beschäftigt. Es geht mir in dieser Serie um die Abwesenheit der Elemente, über unsere Entfremdung von den Elementen, deren Zerstörung, und den Einfluss den das auf uns hat. Ich sehe das im Moment als erste ganz grobe Annäherung an das Thema, und hab einfach mal ein bisschen rumgespielt, so das drei ganz unterschiedliche Bildpaare entstanden sind. Zwei davon siehst du hier in gedruckter Form, so wie ich das liebe:

Elements als Magazin-Print

Ich finde das Thema so interessant das ich in nächster Zeit darauf zurück kommen werde. Mein Dank geht diesmal an Cornelia aka Miss Redreaming, und an die liebe Saskia für den Support.

heart affairs

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Fotografie ist ja eine Herzensangelegenheit für mich, was liegt also näher mal eine freie Fotostrecke zum Thema zu machen? Genau: Nichts! Ich hatte statt dessen etwas komplett anderes auf dem Plan als freies Projekt in diesem Semester. Geplant hatte ich eine Serie, so richtig schön mit Konzept, und Moodboard, und Skizzen von Bildideen, und einem roten Seil und so. Aber dann kam Andrea dazwischen und ein paar Organe (richtig gelesen), und heraus kam nach einem langen, kreativen Tag diese kleine Geschichte. Da ich auf Drucke stehe hab ich die Story natürlich auch gleich auf Papier gebannt. Das ist immer auch hilfreich bei der Auswahl der Aufnahmen, die es in das finale Ergebnis geschafft haben. Einige der Bilder der siehst du hier:

… Es ist irgendwie immer so bei mir: Pläne funktionieren selten, aber was aus Spontanität, Chaos und Teamwork entsteht, rockt. Mein Dank für diese Serie geht an Andrea, ohne die das alles nicht so gekommen wäre

 

Auf den Spuren von Richard Avedon

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Diese Strecke ist schwerstens inspiriert von Richard Avedon und seiner Serie in the American West. An Richard Avedons Fotografien gibt es eine Menge zu studieren. Lichtsetzung, Serienbildung, die Blickführung durch Linien, und das Spiel mit den Restformen — also dem Raum um das eigentliche Motiv herum, und vieles mehr. Spannend ist auch, wie er die Leute dazu bekommen hat in seinem Sinne vor der Kamera zu posieren. Alles schaut willkürlich aus in seinen Aufnahmen, dabei sind sie auf hervorragende Weise inszeniert. Das Buch gibt es zur Zeit leider nur noch im Antiquariat zu ziemlich astronomischen Preisen bis zu 300 Euro.

Während Richard Avedon  zwischen 1979 und 1984 immer wieder mit einem Team und einer Kamera im #Großformat losgezogen, ist um Menschen im amerikanischen Westen zu fotografieren, sind Saskia und ich lediglich in Bonn ein paar mal mit digitaler Fototechnik “um die Häuser” gezogen. Wir haben abwechselnd spontan Leute angesprochen, um dann einen selbstgebastelten Hintergrund hinter sie zu halten, und sie so unmittelbar aus ihrer Umgebung heraus gelöst. Einige meiner Lieblingsbilder aus der Serie:

Ein paar der Aufnahmen sind #analog entstanden. Das war für mich einer der spannendsten Aufträge in diesem Semester. Herzlichen Dank nochmal an alle die mitgemacht haben, insbesondere Hady für die Orga und Saskia…  :)

 

Altenberger Dom

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Ich war mal wieder  im Auftrag der Fotografie unterwegs. Diesmal ging es darum, sich mit dem “nicht so mein Ding”  Thema Architektur  auseinander zu setzen. Als besondere Herausforderung hab ich mir einen Dom, genauer: den Dom zu Altenberg ausgesucht, weil ich generell mit solchen Orten leicht fremdle, und so ein Ort auch nicht gerade durch einen aufregenden Baustil besticht. Auch wenn ich die architektonische Meisterleistung unserer Vorfahren durchaus  zu würdigen weiß: Man kennt den Anblick halt irgendwie von woanders her — das ist jetzt nix was unsere Sehgewohnheiten spektakulär herausfordert. Also guck ich halt mal ob ich aus dem  Thema etwas heraus  kitzeln kann. Herausgekommen ist nicht gerade “klassische” Architektufotografie, ich kann halt auch das Geschichten erzählen nie so ganz lassen

 

Ein Blick auf Affinity Photo

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Affinity Photo ist im Sommer 2015 für OS-X erschienen, und liegt mittlerweile in der Version 1.4.3 vor. Die Version 1.5 steht bereits in der Startlöchern, und bringt eine Menge Neuerungen mit. Wer mag kann sich die aktuellste Beta hier mal anschauen. Zukünftig wird auch das Microsoft Windows Betriebssystem unterstützt. Ich arbeite seit der ersten öffentlichen Beta für OS-X mit diesem Programm, und war sofort begeistert, was auch daran liegt das ich ein Herz für Underdogs habe :-) Die Liste der Features ist lang,…

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Was war was ist was wird

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Ich hab vor kurzem ein schönes Zitat gefunden das dem Fotografen Paul Strand zugeschrieben wird:

“Deine Fotografie ist für jeden, der wirklich sehen kann, ein Dokument deines Lebens…” — Paul Strand

Der erste Gedanke mag sein: “Theatralischer Nonsens. Ein Foto, ist ein Foto, ist ein Foto. Es beschreibt nicht die Wirklichkeit, es ist nicht wahrhaftig, eine Fiktion, vielleicht sogar eine Lüge. Maximal eine Momentaufnahme.” Was ein Bild in mir als Betrachter auch an Geschichten und Gefühle auslösen mag, der Fotograf des Bildes kann eine ganz andere Geschichte im Kopf gehabt haben — vielleicht auch gar keine — vielleicht wollte er einfach nur ein schönes Bild machen. Eine hochemotionale Fotografie muss in keiner Weise die Situation vor Ort wieder spiegeln. Es kann das Ergebnis eines vollkommen nüchtern, sachlichen Prozesses gewesen sein.

Ich hab mich in den letzten Jahren auch mit dem anfertigen von Portraitskulpturen beschäftigt und dem Zeichnen von Portraits, und tatsächlich zeichnet und formt man ganz intuitiv auch immer einen Teil von sich selbst in das Ergebnis hinein. Ich denke in der Fotografie kann das ähnlich sein.

Standortbestimmung

Ich hatte ja im Frühjahr nach längerem Prozess doch recht spontan meine Kamera zur Seite gelegt, und mit dem Fotografieren auf gehört. Ich hatte den Eindruck nix mehr zu sagen zu haben, war gesättigt. Ich war sprachlos, und jeder der mich kennt weiß: Das will was heissen.

Ich hab die Zeit genutzt, und mir ein Buch aller meiner Arbeiten aus den vergangenen 5 Jahren zusammen gestellt, die mir wichtig erschienen. Das Buch ist im Grunde die Weiterentwicklung meines ersten Buches.  Ich wollte einen Gesamtüberblick haben über alles was über die Jahre entstanden ist, die Dinge ordnen und einordnen, schauen ob, und was diese Fotos für eine Bedeutung für mich haben, statt immer nur weitere Bilder auf den Stapel zu schichten. Fotokonsum im Internet ist etwas vollkommen anderes als ein Buch. Im Grunde sollte es der Abschluss meiner fotografischen Laufbahn werden. Aber letztlich habe ich das wohl als Standortbestimmung gebraucht, um zu sehen wo ich her komme, um dann vielleicht Klarheit zu erlangen, ob und wie ich mit der Fotografie weiter mache. Das Buch ist sehr dick geworden. Es hat die maximal mögliche Seitenzahl erreicht die bei Blurb möglich ist: 229 Fotografien verteilen sich auf erschlagende 237 Seiten.

Fotobuch, Workbook Version 2

Ich hab ein wenig Zeit dafür benötigt um Klarheit zu erlangen, aber wann immer ich jetzt durch dieses Buch blättere erkenne ich, das alle Fotos mit mir verbunden sind. Mit jeder Fotografie verbindet mich eine Geschichte. Zumindest für mich  sind es also nicht einfach nur Aneinanderreihungen von mehr oder weniger gelungenen oder interessanten Fotos, sondern es sind Geschichten, und sie erzählen mir etwas über die Menschen die ich fotografiert habe, sie erzählen etwas über mich, und ich würde ich mich freuen wenn sie auch dem Betrachter etwas erzählen.

Jedes Foto, jede Momentaufnahme, enthält einen Teil von mir, und in Summe bilden sie tatsächlich irgendwo eine Innensicht von mir und meinem Leben — zumindest einige Aspekte davon zu einem bestimmten Zeitpunkt. Deswegen sind die Fotos genau so geworden und nicht anders. Stil und Inhalt haben mich gefunden wenn man so will. Wenn ich daran etwas ändern möchte, dann muss ich mich ändern — oder andere Aspekte von mir in den Vordergrund rücken.

Jedenfalls hat dieses #Fotobuch dazu geführt das sich meine Wahrnehmung für meine Bilder geändert hat. Nicht nur das nächste Foto das ich machen werde ist mir wichtig, sondern auch das was ich die vergangenen Jahre erschaffen hab — jedes einzelne Bild — ist mir wichtig, und darf gerne meine Wertschätzung erfahren.

Reisegedanken

Das Ganze mündete ja bekanntlich darin das ich mich jetzt in der Fotoakademie Köln wieder finde. Ich werde auch im kommenden Jahr noch bewusster weniger fotografieren, und all das was ich jetzt lernen darf einließen lassen, die analoge Fotografie ausbauen, mich noch mehr mit dem Drucken und der Präsentation von Bildern beschäftigen, werde mit [icon name=“heart” class=”” unprefixed_class=“”] alten und neuen Freunden [icon name=“heart” class=”” unprefixed_class=“”] neue Wege probieren und schauen wohin die Reise geht.

2017 wird rocken stay tuned…

Seclusion

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Neulich in Wuppertal… … … ausgefühlt.

 

Der fotografische Resetknopf

Lesezeit ca. 2 Minuten.

Ich hab angefangen Fotografie zu studieren, und werde das ganze Thema von Grund auf neu angehen.  Warum ich das nach cirka fünf Jahren mache? Es gibt doch da diesen schönen Spruch…

Künstler wird man durch die Akademie oder trotz Akademie.

Um Künstler zu sein braucht man keine Akademie. Künstler sein bedeutet den Drang haben sich auszudrücken. Das geht ganz ohne Akademie und große Titel. Es kann aber helfen eine Akademie zu besuchen, um in kompakter Form all die gestalterischen & technischen Aspekte und Feinheiten kennen zu lernen, und die Geschichte auf deren Schultern man steht, und aus der sich die Dinge fortentwickeln. Der Besuch einer Akademie kann auch durchaus schaden, wenn man dort als freier, eigensinniger Geist mit dem Kulturbetrieb und seinen Zwängen konfrontiert wird…

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aus.grenzung, Philipp — 2016

Für eine “Karriere” ist all das nicht wichtig. Das einzige was zählt sind im Grunde die Fotos. Ich glaube tatsächlich das Fotografie kein Hexenwerk ist. Mit Leidenschaft, Achtsamkeit, Intuition, Einfühlungsvermögen, einer Prise Spieltrieb und Kreativität, und natürlich der gängigen Fototechnik bekommt man heute geniale Arbeiten hin. Wenn ein paar der Faktoren zusammen kommen läuft das. Talent kann dabei helfen, oder einem im Wege stehen. Je nach dem. Der Rest ist Networking, eine Portion Glück und natürlich auch Zufall.

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Olympus E-M1, Summilux 25mm 1.4

Eigentlich braucht man so ein Akademie-Studium in Zeiten des Internets nicht mehr. Alles findet sich im Netz in Form von Artikeln, Tutorial-Videos, und unzähligen Seminarangeboten. Man muss doch nur machen, sich vernetzten, zu Meetups rennen und schon läuft das. Hängt man, bucht man halt einen jener hippen selfmade Fotografen die gerade die Fotoszene rocken, dann läufts wieder. So ein Studium erscheint da vergleichsweise sinnlos, uncool, und zeitaufwändig, verglichen mit den Events der angesagten Speaker und Tutoren. Warum also “studieren”?

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Ich hab den fotografischen Resetknopf gedrückt weil ich im Frühjahr in einer Sackgasse steckte. Ich war ratlos und gleichzeitig gesättigt. Ich finde es wichtig das man in Bewegung bleibt, und das man die Möglichkeiten nutzt die sich einem eröffnen. Deshalb hab ich diese Chance ergriffen, die sich durch das Stipendium bot. Es ist ein Abenteuer, es bedeutet Begegnung, und Neuland. Leinen los, und alles auf Anfang — ich freu mich darauf.  [icon name=“power-off” class=”” unprefixed_class=“”]

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Life is a Clown

Lesezeit ca. 3 Minuten.

Am Wochenende ging es raus aufs Land zum Treffen der Clowns. Klingt merkwürdig? War leicht surreal — vor allem für mich — aber hey: So ist das Leben. Das Ergebnis sind jedenfalls drei kleine Bilderstrecken. An diesem Tag hab ich auch die ersten Farbsheets in die Graflex eingelegt, und natürlich später selbst entwickelt. Memo an mich:

  • Das Stativ und ich werden definitiv keine Freunde.
  • Großformat ist eine Diva!
  • Noch sorgfältiger sein bei der Wahl des Bildausschnittes, und bitte bitte nicht bewegen: Das Motiv nicht, der Fotograf nicht, das Stativ nicht, die Kamera nicht, nichts!
  • Beim C-41 Entwickeln dringend die Temperatur halten. Die Ergebnisse sind sonst…äh…  kreativ, wie die Outtakes ganz  unten zeigen.

Und was ist nu mit den Clowns? …

Eine bekannte Metapher auf die Welt, das Leben und uns Menschen darin ist der Clown. Ich hab manchmal auch das Gefühl das Leben ist ein Zirkus, und wir alle sind die Clowns. Ja, das Leben selber ist ein Clown, der uns gern mal übel mitspielt zum Vergnügen der Anderen. Wir alle sind diese maskierten, komisch, tragischen Gestalten, in der Manege des Lebens.

Die Metapher besagt das Clown sein bedeutet, das Leben ernst zu nehmen, aber mit Humor. Wenn das Leben dir Fallen stellt, und scheinbar unlösbare Aufgaben, wenn es dich auf so vielfache, bizarre, skurrile, tragische, traurige  Art und Weise scheitern lässt, und es deine Aufgabe ist wieder aufzustehen, dein Lachen wieder zu finden und einfach weiter zu machen. Wir können das gern als Übungen verstehen im Leben spontan zu sein, zu improvisieren, und die Möglichkeiten in uns und in anderen zu entdecken, auch da wo alles hoffnungslos erscheint… und das alles auch mal mit ironischem Augenzwinkern. Unser Leben hat nur genau eine Vorstellung. Wir sind eingeladen was tolles draus zu machen für uns selbst und unsere unmittelbare Umgebung, da wo wir sind, mit den Möglichkeiten die wir haben, und sogar darüber hinaus. Öfter mal Clown sein bedeutet auch das Kindliche in uns zu bewahren.

Klar, das Clownsgesicht ist auch eine Maske, eine Tarnung die unsere tatsächliche Stimmung — oder auch unser “wahres ich” — vor der Öffentlichkeit versteckt. Ich verstehe das so, das wir von aussen nach innen, und von ihnen nach aussen wirken. Unser Denken und Fühlen drückt sich durch Handlungen, Mimik und Gestik aus, und diese wirken auf unser Denken und Fühlen vice versa. So sehe ich die Maske nur als ein vorübergehendes Mittel — ein Werkzeug — um uns selbst aus einem Tief zu helfen. Wenn ich in den Spiegel lache, auch wenn ich tief traurig bin, dann hebt sich mit der Zeit meine Stimmung. Wir wirken auch wie ein Spiegel auf andere. Was wir aussenden bekommen wir zurück. Für ein Lächeln bekommen wir ganz viele zurück. Auch wenn das alles n bisschen nach nem altbackenen Esoterik Lebensratgeber klingt… es ist né prima Sache öfter mal den Clown raus zu lassen

Stay tuned — Carsten

Danke an alle für den tollen Tag:

Outtakes

Drei unbearbeitete Outtakes, der Rest des Films war leider komplett unbrauchbar und großteils schwarz. Ich vermute mal der Film war in der Dose unglücklich aufgespult. Ich hab eh drei Anläufe gebraucht um ihn auf die Spule zu bringen. Durch die sommerlichen Temperaturen wird es im Dunkelkammer-Wechselsack schnell feucht was den Film “weich” werden lässt. Ausserdem hatte ich dieses mal Probleme die Temperatur bei der Entwicklung konstant zu halten. Das Ergebnis ist trotzdem irgendwie interessant:

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