OM-D

heart affairs

Lesezeit ca. 1 Minute.

Fotografie ist ja eine Herzensangelegenheit für mich, was liegt also näher mal eine freie Fotostrecke zum Thema zu machen? Genau: Nichts! Ich hatte statt dessen etwas komplett anderes auf dem Plan als freies Projekt in diesem Semester. Geplant hatte ich eine Serie, so richtig schön mit Konzept, und Moodboard, und Skizzen von Bildideen, und einem roten Seil und so. Aber dann kam Andrea dazwischen und ein paar Organe (richtig gelesen), und heraus kam nach einem langen, kreativen Tag diese kleine Geschichte. Da ich auf Drucke stehe hab ich die Story natürlich auch gleich auf Papier gebannt. Das ist immer auch hilfreich bei der Auswahl der Aufnahmen, die es in das finale Ergebnis geschafft haben. Einige der Bilder der siehst du hier:

… Es ist irgendwie immer so bei mir: Pläne funktionieren selten, aber was aus Spontanität, Chaos und Teamwork entsteht, rockt. Mein Dank für diese Serie geht an Andrea, ohne die das alles nicht so gekommen wäre

 

Seclusion

Lesezeit ca. 1 Minute.

Neulich in Wuppertal… … … ausgefühlt.

 

Der fotografische Resetknopf

Lesezeit ca. 2 Minuten.

Ich hab angefangen Fotografie zu studieren, und werde das ganze Thema von Grund auf neu angehen.  Warum ich das nach cirka fünf Jahren mache? Es gibt doch da diesen schönen Spruch…

Künstler wird man durch die Akademie oder trotz Akademie.

Um Künstler zu sein braucht man keine Akademie. Künstler sein bedeutet den Drang haben sich auszudrücken. Das geht ganz ohne Akademie und große Titel. Es kann aber helfen eine Akademie zu besuchen, um in kompakter Form all die gestalterischen & technischen Aspekte und Feinheiten kennen zu lernen, und die Geschichte auf deren Schultern man steht, und aus der sich die Dinge fortentwickeln. Der Besuch einer Akademie kann auch durchaus schaden, wenn man dort als freier, eigensinniger Geist mit dem Kulturbetrieb und seinen Zwängen konfrontiert wird…

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aus.grenzung, Philipp – 2016

Für eine „Karriere“ ist all das nicht wichtig. Das einzige was zählt sind im Grunde die Fotos. Ich glaube tatsächlich das Fotografie kein Hexenwerk ist. Mit Leidenschaft, Achtsamkeit, Intuition, Einfühlungsvermögen, einer Prise Spieltrieb und Kreativität, und natürlich der gängigen Fototechnik bekommt man heute geniale Arbeiten hin. Wenn ein paar der Faktoren zusammen kommen läuft das. Talent kann dabei helfen, oder einem im Wege stehen. Je nach dem. Der Rest ist Networking, eine Portion Glück und natürlich auch Zufall.

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Olympus E-M1, Summilux 25mm 1.4

Eigentlich braucht man so ein Akademie-Studium in Zeiten des Internets nicht mehr. Alles findet sich im Netz in Form von Artikeln, Tutorial-Videos, und unzähligen Seminarangeboten. Man muss doch nur machen, sich vernetzten, zu Meetups rennen und schon läuft das. Hängt man, bucht man halt einen jener hippen selfmade Fotografen die gerade die Fotoszene rocken, dann läufts wieder. So ein Studium erscheint da vergleichsweise sinnlos, uncool, und zeitaufwändig, verglichen mit den Events der angesagten Speaker und Tutoren. Warum also „studieren“?

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Ich hab den fotografischen Resetknopf gedrückt weil ich im Frühjahr in einer Sackgasse steckte. Ich war ratlos und gleichzeitig gesättigt. Ich finde es wichtig das man in Bewegung bleibt, und das man die Möglichkeiten nutzt die sich einem eröffnen. Deshalb hab ich diese Chance ergriffen, die sich durch das Stipendium bot. Es ist ein Abenteuer, es bedeutet Begegnung, und Neuland. Leinen los, und alles auf Anfang – ich freu mich darauf

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Mein erster Eindruck vom Petzval 85mm 2.2

Lesezeit ca. 3 Minuten.

Letzte Woche war Andrea da, und hat ihre Lieblingsobjektive mitgebracht. Wir sind in den Wald um die Ecke gefahren und ich durfte auch mal damit spielen – danke.

Das Petzval hat es mir besonders angetan. Die Linse ist ein echter Hingucker mit ihrem schweren Korpus aus Messing – vielleicht wichtig als primärer Prahlmodus für den ein oder anderen Fotografen Es ist ein rein manuelles Objektiv. Das bedeutet es werden keinerlei Informationen an die Kamera übertragen, manuelle Bedienung von Fokus und Blende ist also angesagt.

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Um das Petzval an einer Systemkamera – in meinem Fall im Micro FourThirds Standard – zu betreiben ist ein Adapter notwendig. Da Andrea digital in der Canon Welt unterwegs ist haben wir hier ein Petzval mit Canon EF-Mount. Folgerichtig benötige ich einen Adapter auf MFT, wie zum Beispiel den Novoflex MFT/EOS Adapter. Wer jetzt über den Preis stöhnt, dessen Gesicht möchte ich sehen wenn das Kamera-Teil das er gerade nicht in der Hand hält Kontakt mit dem Boden aufnimmt. Klar gibt es preiswerte Adapter aber wer möchte schon sein teures Equipment einem Billigadapter anvertrauen?

Beim stolpern durch das Unterholz auf der Suche nach coolen Locations verliert man sehr leicht die Blende, da sie nur eingesteckt ist. Hier ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Bei unserem Spaziergang hat sie mehr als ein mal auf dem Waldboden gelegen. Es ist sinnvoll sich eine clevere Sicherung zu überlegen… zum Beispiel mit einen Gummi oder einer Fangschnur die am Objektiv befestigt wird.

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Das manuelle Einstellen, und Beurteilen der Schärfe im elektronischen Sucher geht sehr gut. Als Hilfsmittel stehen bei Bedarf Lupe und Fokus-Peaking zur Verfügung, die ich auf die vorderen Tasten gelegt habe. Ich bin aber sehr gut ohne diese Hilfsmittel klar gekommen.

Allerdings ist Schärfe hier ein relativer Begriff. Das Petzval erzeugt bei Offenblende einen sehr weichen, verträumten, fast malerischen Bildeindruck und ein quirliges Bokeh. Das Motiv platziert man am Besten immer zentral in der Mitte!

Im Internet findet man auch gestochen scharfe Bilder, ich denke diese gelingen wenn man mit Stativ arbeitet und die Blende schließt. Wir haben bei diesen Aufnahmen mit Blende 2.2 (Offenblende) gearbeitet, und natürlich aus der Hand fotografiert – so wie ich das halt liebe

Andrea

Ich habe im Vorfeld an verschiedenen Stellen gelesen der Effekt wäre zu schwach bei dem relativ kleinen mFT Sensor. Ich finde ihn mehr als ausreichend. Man muss nur darauf achten das man selbst möglichst nah am Motiv, und der Hintergrund möglichst weit weg ist. Ausserdem muss man den Hintergrund mit bedacht wählen um ein ansprechendes Bokeh zu erzeugen.

Fazit: Es ist kein Objektiv für jedes Motiv. Es ist ein Objektiv das man sich erarbeiten muss. Der Swirl-Effekt des Bokehs nutzt sich – finde ich – schnell ab wenn man ihn zu häufig benutzt. Für ausgewählte Motive finde ich es genial. Man liebt es oder man liebt es nicht. Ich liebe es

Interessant wäre für mich das Objektiv mal an den  Metabones Adapter zu schrauben, und auch die 58 mm Variante des Petzval zu testen. Alternative Objektive, die ich auch mag und gerne an meiner Kamera sehen würde:

Soweit mein erster Eindruck. Vielleicht leiht mir Andrea das Objektiv ja noch einmal. Ich freu mich drauf Andrea hat ihren Erfahrungen mit analogen Objektiven auch einen Artikel gewidmet. Wer mag schaut vorbei. Deine Erfahrungen mit dem Petzval, oder mit anderen analogen Schätzchen würden mich interessieren. Ich freu mich über Kommentare.

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Camouflage – Mask & Mirror

Lesezeit ca. 1 Minute.

Lass uns mal was mit einer Maske machen, Carsten. Gesagt getan. Ein Wochenende mit fantastischer Herbstsonne genügt. Heute gibt es deshalb Schattenspielereien mit Andrea:

Wir tragen gerne Masken, schlüpfen in verschiedene Identitäten und Rollen – einfach aus Spaß an der Wandlung, aus gesellschaftlicher Notwendigkeit, um uns zu schützen  oder um uns verbergen vor anderen… und manchmal auch vor uns selbst. Die Masken die wir tragen sind dabei letztlich auch nur ein Spiegel von uns selbst.

 

Aftermath

Lesezeit ca. 1 Minute.

Diese Arbeit ist auf der schönen Insel Spiekeroog entstanden, auf der ich gerade ein paar Tage verbracht habe. Andrea und ich haben am Strand mit einem schlichten Tuch experimentiert. Dabei sind viele spannende Fotos entstanden. Zwei meiner Arbeiten kannst Du im Portfolio  ansehen.

Aftermath bedeutet die schwere Zeit nach einem Ereignis, oder auch Nachwirkung. Das ist eins meiner zentralen Themen: Wie gehen wir mit den dunklen und schweren Kapiteln unserer Vergangenheit um? Oft lasten sie auf uns, versperren uns die Sicht, hindern uns daran nach vorne zu schauen und unseren Weg weiter zu gehen. Wir empfinden sie negativ, als Belastung, und nutzen sie gerne mal als Entschuldigung für alles Mögliche.

Ich sehe in allem was mir – vor allem an negativ empfundenem – passiert eine Lernaufgabe. Je größer der Schmerz, desto genauer schaue ich hin was er für mich positives bedeutet. Dann lichtet sich der Nebel – manchmal nur leicht, und ich ändere meinen Kurs und komme auf meinem Weg weiter… Wenn mir im Moment die Sicht versperrt bleibt – weil das ein Prozess ist der schon mal was dauern kann, dann verharre ich oder taste mich blind weiter im Vertrauen das es später besser wird.

Insomnia

Lesezeit ca. 1 Minute.

Trotz Sommerpause hab ich ein wenig im Sketchbook gearbeitet. Herausgekommen ist Insomnia, das es im Ganzen hier im Portfolio zu sehen gibt.

Eigentlich wollte ich ja über den Sommer keine Composings mehr machen und lieber ausschließlich raus gehen und draussen fotografieren. Das hab ich auch bis jetzt gemacht. Das ich meine selbst auferlegte Regel nun breche liegt vielleicht daran das ich in diesen  Augusttagen immer besonders schlaflos bin. Der Jahrestag rückt zum siebten mal näher, und damit die Achterbahn der Gefühle die mich diese Tage immer wieder durchleben lässt.

„Du gehst. Der Weg ist vorgezeichnet. Es gibt kein Entrinnen. Mit kühler Präzision nehmen die Dinge ihren Lauf. Es gibt nichts anderes zu tun als sich zu fügen und in Träume zu flüchten. Fiebrig schlaflose Träume, in denen sich die Vergangenheit mit Sehnsüchten mischt. Nur Zukunft gibt es hier nicht mehr. Aber wo, aber was… Die Uhr tickt unerbittlich im Raster von  Stunden, Minuten und Sekunden auf das Unvermeidliche zu. Es ist so ein primitives statisches Raster an dem wir unser ganzes Leben ausrichten. Wir unterwerfen uns dem Diktat von Maschinen. Aber die Uhren lügen… Zeit ist relativ, sie fließt in einem stetigen Strom. Wenn die Zeit steht friert alles ein und wir erscheinen ewig, im Zeitraffer verwischen alle unsere Spuren als ob es uns nie gegeben hätte. Für uns gibt es nur eine Richtung im Strom der Zeit. Wir sind ein Augenblick. Du bist fort. Die Erinnerung wird noch eine Weile bleiben. Dann senkt sich Stille über alles.“ – Carsten Nichte – aus Gezeitenströme

Credits

 

Am See

Lesezeit ca. 1 Minute.

Was gibts schöneres an einem heißen Tag als am Wasser zu sein. Die Sonne brennt von oben und das Wasser ist flach wie ein Brett. Kein Lüftchen weht zur Kühlung. Ne prima Gelegenheit den Blick schweifen zu lassen und ein paar Fotos zu machen.

Ich war auf Stippvisite bei Andrea und wir haben ne kleine Runde um den Dümmer gedreht. Eine traumhafte Gegend, in die ich gerne in Zukunft öfter Reise