Nightscapes

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Eigentlich wollte ich letzten September an der Grenze zwischen Stadt und Natur fotografieren, und hatte dabei eine Serie in schwarz-weiß mit harten Kontrasten, Unschärfen und viel Rauschen im Sinn. Ich wollte das genaue Gegenteil von dem machen wie ich bisher fotografiert habe, und viel experimenteller werden. Raus aus der Komfortzone! Gegend und Uhrzeit waren fest in meinem Hirn verankert: Die blaue Stunde am frühen Morgen sollte es sein. Der Wille war da, aber irgendwie bin ich kein Frühaufsteher. Deshalb scheiterten mehrere Anläufe daran, das ich den Wecker überhören wollte. Irgendwann hatte ich die Faxen dicke, und bin schließlich recht spontan am späten Nachmittag aufgebrochen um in die blaue Stunde am Abend hinein zu fotografieren. Einfach mal gucken was geht. Hier ein paar der Ergebnisse:

Aus dem Ergebnis des Abends kann ich mehrere Serien legen und erhalte so Ansätze für weitere Bildstrecken. Für mich gehören die Fotos aber alle zusammen. Sie bilden eine Serie über eine Wanderung entlang der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit. Das ist mir beim Betrachten der Bilder im Nachhinein klar geworden.

Es ist mir auch schwer gefallen die Bilder in ein Genre ein zu ordnen. Sie bewegen sich irgendwo zwischen #Landschaftsfotografie, #Nachtaufnahmen, und #Streetfotografie.  Nach echt langem Überlegen ist mir der Kunstbegriff #Nightscapes dafür eingefallen

Einige der Bilder passen vielleicht prima in mein Buchprojekt Gezeitenströme. Mal sehen wie die Geschichte weiter geht.