Insomnia

Trotz Sommerpause hab ich ein wenig im Sketchbook gearbeitet. Herausgekommen ist Insomnia, das es im Ganzen hier im Portfolio zu sehen gibt.

Eigentlich wollte ich ja über den Sommer keine Composings mehr machen und lieber ausschließlich raus gehen und draussen fotografieren. Das hab ich auch bis jetzt gemacht. Das ich meine selbst auferlegte Regel nun breche liegt vielleicht daran das ich in diesen  Augusttagen immer besonders schlaflos bin. Der Jahrestag rückt zum siebten mal näher, und damit die Achterbahn der Gefühle die mich diese Tage immer wieder durchleben lässt.

„Du gehst. Der Weg ist vorgezeichnet. Es gibt kein Entrinnen. Mit kühler Präzision nehmen die Dinge ihren Lauf. Es gibt nichts anderes zu tun als sich zu fügen und in Träume zu flüchten. Fiebrig schlaflose Träume, in denen sich die Vergangenheit mit Sehnsüchten mischt. Nur Zukunft gibt es hier nicht mehr. Aber wo, aber was… Die Uhr tickt unerbittlich im Raster von  Stunden, Minuten und Sekunden auf das Unvermeidliche zu. Es ist so ein primitives statisches Raster an dem wir unser ganzes Leben ausrichten. Wir unterwerfen uns dem Diktat von Maschinen. Aber die Uhren lügen… Zeit ist relativ, sie fließt in einem stetigen Strom. Wenn die Zeit steht friert alles ein und wir erscheinen ewig, im Zeitraffer verwischen alle unsere Spuren als ob es uns nie gegeben hätte. Für uns gibt es nur eine Richtung im Strom der Zeit. Wir sind ein Augenblick. Du bist fort. Die Erinnerung wird noch eine Weile bleiben. Dann senkt sich Stille über alles.“ – Carsten Nichte – aus Gezeitenströme

Credits