Photography between share and like

Den Arti­kel „Share dich zum Teu­fel“ auf kwerfeldein.de habe ich heute Morgen kopf­ni­ckend gele­sen bis Genick­starre ein­setzte. Rüdi­ger Beck­mann spricht mir sowas von aus der Seele, spie­gelt mein Emp­fin­den und er.leben wie­der, und er ist dabei so umfas­send das eigent­lich jedes wei­tere Wort über­flüs­sig ist. Bravo! Eigent­lich war ich voll, und mir fiel nix ein was ich dazu noch hätte sagen kön­nen. Den­noch hatte ich den Arti­kel spon­tan kom­men­tiert, und dann ließ mich das Thema heute den gan­zen Vor­mit­tag nicht mehr los. Mir kamen immer mehr Gedan­ken, und so habe ich mei­nen Kom­men­tar flott zu einem eige­nen klei­nen Arti­kel ausgebaut:

Spielplatz

Spielplatz

Ich stelle mir auch öfter mal die Frage was soll ich hier? Ich mag diese Selbst­ver­mark­tung und Selbst­in­sze­nie­rung nicht, und die Art und Weise wie sie mir vom Inter­net auf­ge­zwun­gen wird. Den­noch nehme ich in zurück­ge­nom­me­ner Art daran Teil, eben weil ich mich auch mit­tei­len mag, und gerne über diese Social-Community namens Face­book in Kon­takt mit mei­nen Freun­den bin, wobei „Freund“ bedeu­tet wir ken­nen uns in der Regel persönlich. Man bekommt schon mehr von­ein­an­der mit als auf tra­di­tio­nel­lem Wege. Ich mag diese lose gekop­pelte Form der Kom­mu­ni­ka­tion — es ist als ob man bei­läu­fig mit­be­kommt was ent­fernt lebende Freunde gerade machen. Da „Wasch mir den Pelz aber mach mich nicht nass“ nicht geht, ist der Preis dafür das Ein­las­sen auf die Regeln des Betrei­bers, das Her­aus­ge­ben per­sön­li­cher Daten und Infor­ma­tio­nen — das Akzep­tie­ren von Wer­bung, das man manch­mal mehr mit­be­kommt als man eigent­lich möchte, und sich fühlt wie auf einem Markt zwi­schen lau­ten Markt­schrei­ern die um Auf­merk­sam­keit buhlen…

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Review 2015

Das Jahr neigt sich mal wieder vollkommen überraschend dem Ende zu Wie war es also, das Jahr 2015 in Sachen Fotografieren? Es war auf jeden Fall sehr, sehr prall gefüllt. Es war mehr los als ich Anfang des Jahres auf dem Schirm hatte. Ich habe Ambrotypien gemacht, mich weiter in die analoge Fotografie und deren Workflow vertieft. Es sind  weniger Composings entstanden aber dafür viel konzeptionell, konventionell Fotografiertes, einige Poraitshootigs und Reportagen.

Oft war all das verbunden mit kleineren Reisen, und immer mit vielen tollen Menschen Es ist mal wieder Zeit danke zu sagen für die tolle Zeit.  Ich freue mich aufs kommende Jahr und viele Begegnungen. Es gibt zwar ausser der Absicht vermehrt analog zu fotografieren noch keinen Plan, aber das wird sich entwickeln, da bin ich mir sicher Das Thema drucken werde ich weiter verfolgen,  und ich bin auch wild entschlossen hier in den kommenden Monaten ein paar Artikel zu spannenden fotografischen Themen zu verfassen. Bleibt also gespannt.

Habt ne schöne Zeit! – Carsten

 

The photographical reset button

Ich hab angefangen Fotografie zu studieren, und werde das ganze Thema von Grund auf neu angehen.  Warum ich das nach cirka fünf Jahren mache? Es gibt doch da diesen schönen Spruch…

Künstler wird man durch die Akademie oder trotz Akademie.

Um Künstler zu sein braucht man keine Akademie. Künstler sein bedeutet den Drang haben sich auszudrücken. Das geht ganz ohne Akademie und große Titel. Es kann aber helfen eine Akademie zu besuchen, um in kompakter Form all die gestalterischen & technischen Aspekte und Feinheiten kennen zu lernen, und die Geschichte auf deren Schultern man steht, und aus der sich die Dinge fortentwickeln. Der Besuch einer Akademie kann auch durchaus schaden, wenn man dort als freier, eigensinniger Geist mit dem Kulturbetrieb und seinen Zwängen konfrontiert wird…

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aus.grenzung, Philipp – 2016

Für eine “Karriere” ist all das nicht wichtig. Das einzige was zählt sind im Grunde die Fotos. Ich glaube tatsächlich das Fotografie kein Hexenwerk ist. Mit Leidenschaft, Achtsamkeit, Intuition, Einfühlungsvermögen, einer Prise Spieltrieb und Kreativität, und natürlich der gängigen Fototechnik bekommt man heute geniale Arbeiten hin. Wenn ein paar der Faktoren zusammen kommen läuft das. Talent kann dabei helfen, oder einem im Wege stehen. Je nach dem. Der Rest ist Networking, eine Portion Glück und natürlich auch Zufall.

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Olympus E-M1, Summilux 25mm 1.4

Eigentlich braucht man so ein Akademie-Studium in Zeiten des Internets nicht mehr. Alles findet sich im Netz in Form von Artikeln, Tutorial-Videos, und unzähligen Seminarangeboten. Man muss doch nur machen, sich vernetzten, zu Meetups rennen und schon läuft das. Hängt man, bucht man halt einen jener hippen selfmade Fotografen die gerade die Fotoszene rocken, dann läufts wieder. So ein Studium erscheint da vergleichsweise sinnlos, uncool, und zeitaufwändig, verglichen mit den Events der angesagten Speaker und Tutoren. Warum also “studieren”?

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Ich hab den fotografischen Resetknopf gedrückt weil ich im Frühjahr in einer Sackgasse steckte. Ich war ratlos und gleichzeitig gesättigt. Ich finde es wichtig das man in Bewegung bleibt, und das man die Möglichkeiten nutzt die sich einem eröffnen.  Deshalb hab ich diese Chance ergriffen, die sich durch das Stipendium bot. Es ist ein Abenteuer, es bedeutet Begegnung, und Neuland. Leinen los, und alles auf Anfang – ich freu mich darauf

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under the surface

Letztens war ich ja mit Simone, Katja, Melanie und  Christoph bei eher regnerisch, düsterem Wetter am See, um einfach einen schönen Tag zu haben, zu fotografieren, und vor allem um diese alte analoge Unterwasserknipse ausprobieren. Im Grunde war das der zweite Versuch mit der analogen Fototechnik aus den 90ern abzutauchen. Der erste Versuch  vor ca. einem Monat mit Andrea in Zingst war in schwarzweiß, und die Kälte und der Seegang haben tiefergehende Erkenntnisse verhindert.

Diesmal ging die Sicht unter der Oberfläche allerdings gegen Null. Es gab kaum Licht von oben und das Wasser war zudem sehr trübe. Die Sichtweite war gefühlt nur wenige Zentimeter. Trotzdem – oder gerade deshalb – war die Atmosphäre toll. Wir haben quasi im Blindflug den kompletten Film belichtet. Meine Ideen für den Tag konnte ich natürlich – mal wieder – nicht umsetzten. Das hat ja schon Tradition bei mir. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis letztlich sehr zufrieden. Darauf werde ich aufbauen.

Eine Taucherbrille mit zu nehmen war schon ne clevere Idee, allerdings ist es noch schwerer sich damit unter Wasser zu halten. Beim nächsten mal werde ich mich mit zusätzlichen Gewichten beschweren um dem Auftrieb entgegen zu wirken, und ein Schnorchel ist sicher auch ne gute Idee. Das dürfte helfen sich unter Wasser mehr auf das Motiv konzentrieren zu können.  :)

Ich finde die Kamera taucht was. Mussmamadringendwiedermachen. Den Film‬ hab ich am Ende auch noch selbst entwickelt. Memo an mich: Nie wieder T-MAX in C-41 Suppe tunken – auch nicht aus versehen.

Life is a Clown

Am Wochenende ging es raus aufs Land zum Treffen der Clowns. Klingt merkwürdig? War leicht surreal – vor allem für mich – aber hey: So ist das Leben. Das Ergebnis sind jedenfalls drei kleine Bilderstrecken. An diesem Tag hab ich auch die ersten Farbsheets in die Graflex eingelegt, und natürlich später selbst entwickelt. Memo an mich:

  • Das Stativ und ich werden definitiv keine Freunde.
  • Großformat ist eine Diva!
  • Noch sorgfältiger sein bei der Wahl des Bildausschnittes, und bitte bitte nicht bewegen: Das Motiv nicht, der Fotograf nicht, das Stativ nicht, die Kamera nicht, nichts!
  • Beim C-41 Entwickeln dringend die Temperatur halten. Die Ergebnisse sind sonst…äh… kreativ, wie die Outtakes ganz  unten zeigen.

Und was ist nu mit den Clowns?

Eine bekannte Metapher auf die Welt, das Leben und uns Menschen darin ist der Clown. Ich hab manchmal auch das Gefühl das Leben ist ein Zirkus, und wir alle sind die Clowns. Ja, das Leben selber ist ein Clown, der uns gern mal übel mitspielt zum Vergnügen der Anderen. Wir alle sind diese maskierten, komisch, tragischen Gestalten, in der Manege des Lebens.

Die Metapher besagt das Clown sein bedeutet, das Leben ernst zu nehmen, aber mit Humor. Wenn das Leben dir Fallen stellt, und scheinbar unlösbare Aufgaben, wenn es dich auf so vielfache, bizarre, skurrile, tragische, traurige  Art und Weise scheitern lässt, und es deine Aufgabe ist wieder aufzustehen, dein Lachen wieder zu finden und einfach weiter zu machen. Wir können das gern als Übungen verstehen im Leben spontan zu sein, zu improvisieren, und die Möglichkeiten in uns und in anderen zu entdecken, auch da wo alles hoffnungslos erscheint… und das alles auch mal mit ironischem Augenzwinkern. Unser Leben hat nur genau eine Vorstellung. Wir sind eingeladen was tolles draus zu machen für uns selbst und unsere unmittelbare Umgebung, da wo wir sind, mit den Möglichkeiten die wir haben, und sogar darüber hinaus. Öfter mal Clown sein bedeutet auch das Kindliche in uns zu bewahren.

Klar, das Clownsgesicht ist auch eine Maske, eine Tarnung die unsere tatsächliche Stimmung – oder auch unser “wahres ich” – vor der Öffentlichkeit versteckt. Ich verstehe das so, das wir von aussen nach innen, und von ihnen nach aussen wirken. Unser Denken und Fühlen drückt sich durch Handlungen, Mimik und Gestik aus, und diese wirken auf unser Denken und Fühlen vice versa. So sehe ich die Maske nur als ein vorübergehendes Mittel – ein Werkzeug – um uns selbst aus einem Tief zu helfen. Wenn ich in den Spiegel lache, auch wenn ich tief traurig bin, dann hebt sich mit der Zeit meine Stimmung. Wir wirken auch wie ein Spiegel auf andere. Was wir aussenden bekommen wir zurück. Für ein Lächeln bekommen wir ganz viele zurück.

Auch wenn das alles n bisschen nach nem altbackenen Esoterik Lebensratgeber klingt… es ist ne prima Sache öfter mal den Clown raus zu lassen

Stay tuned – Carsten

Danke an alle für den tollen Tag:

Outtakes

Drei unbearbeitete Outtakes, der Rest des Films war leider komplett unbrauchbar und großteils schwarz. Ich vermute mal der Film war in der Dose unglücklich aufgespult. Ich hab eh drei Anläufe gebraucht um ihn auf die Spule zu bringen. Durch die sommerlichen Temeraturen wird es im Dunkelkammer-Wechselsack schnell feucht was den Film “weich” werden lässt. Ausserdem hatte ich dieses mal Probleme die Temperatur bei der Entwicklung konstant zu halten. Das Ergebnis ist trotzdem irgendwie interessant:

A Lensboard for the Graflex 4×5

Now i have this Leitz Hektor 150mm f 2.5 Lens, and i like to mount it on the Graflex Speed Graphic. Normaly you are going to build a wooden Adpater at your own. This is a cheap an environmentally friendly solution, but i set myself at the computer to designe a 3D printed Version. I yust give the idea a try. I am very satisfied with the result out of black dyed polyamideSo happy that I will use it as well as the basis for all the few remaining incoming lenses. Maybe in future i mill it out of wood, that would be real style … let’s see what future brings.

Lensboard für Leitz Hektor 150mm f2.5 an einer Graflex Speed Graphic 4x5

Lensboard for Leitz Hektor 150mm f2.5 at the Graflex Speed Graphic 4×5

And this is how it looks: My lens fits perfectly into the holder so that it does not slip out easily. The Lens Board also sits  perfectly justified in the Graflex Speed Graphic. On the back it features a light trap (see photos below).

For safety, you can drill a 3.2 mm hole sideways into the holder,  cut a M4 thread, and additionally clamp the lens with a screw. IMPORTANT: The lens is so large that the Lens Board must be removed before the camera is closed!

In a second version, I’m going to put the logo a bit higher and maybe even provide the hole for the additional screw. If you own the same camera / lens combination feel free to get your own printed version of the Lensboard at i.marerialise.com (Belgium).

Das CAD-Design für das Lensboard

The CAD-Design for the Lensboard. The diameter of the Lens-Socket is 60mm.

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The front oft the Lensboard. The signature is at the bottom.

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The back side of the Lensboards with Light trap.

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The Lensboard mounted with Leitz Hektor 150mm f2.5.

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The Lensboard fits perfect into the Graflex Speed Graphic. The Signature could be positioned tightly higher.

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The front view of the Lensboard, mounted at the Graflex Speed Graphic.

Tinkered enough! Lets do some photos! 4×5 Film Sheets are allready ordered, and i am looking forward to expose them.